Wie ich zum Feminismus gekommen bin

von zahlenzauberin

Früher habe ich geglaubt Feminismus das ist Alice Schwarzer, Freudlosigkeit und völlig überholt. Ich bin auf ein Mathematisch-Naturwissenschaftliches-Gymnasium gegangen und habe später Techno Mathematik studiert, das es da nur wenige Frauen gab hab ich schon irgendwie als merkwürdig empfunden, aber irgendwie war das ja nicht mein Problem. Als ich dann angefangen habe mich in der Hochschulpoltik zu engagieren waren die kleinen Frauenquoten für mich so selbstverständlich, dass ich mich nicht weiter drum gekümmert habe, überhaupt dieser ganze Genderkram, der hält doch nur vom arbeiten ab, wir haben wirklich andere Probleme.
Klar bin ich ab und an anders behandelt worden, weil ich eine Frau war, dem habe ich versucht zu entgehen in dem ich mich als Frau unsichtbar gemacht habe, und jede die sich darüber beschwert hat hielt ich für doof, soll sie sich doch anpassen, dann gehts doch.

Tja und dann hatte ich eine „Verhütungspanne“. So jetzt saß ich da, zum Pille schlucken zu schusselig, der Ring war mir auch nix mehr und alle anderen damals möglichen hormonellen Verhütungsmittel waren mir irgendwie suspekt. Ich bin dann bei meinen Recherchen, nach dem Verhütungsmittel für uns, auf die Sympto-Thermale-Methode gestossen. Und kurze Zeit später auf ein großes Forum zum Thema, dort wurden neben der STM auch die Nebenwirkungen der hormonellen Verhütung diskutiert, die eigentlich einen eigenen Post wert sind. Unter anderem wurde da auch dieses Video gepostet:

und da war ich angefixt, ich wollte mehr erstmal mehr Sarah Haskins und als ich mich auf die Suche nach mehr machte fand ich die Mädchenmannschaft. Plötzlich gingen mir die Augen auf, es war doch nicht alles so toll wie ich immer dachte, und ich konnte mich mit dieser Art des Feminismus identifizieren, keine drögen Moralpredigten, sondern das Leben. Ein paar Jahre und ein Menge Lektüre später habe ich mir dann gedacht, ich kann ja auch selber schreiben, und da bin ich nun, und ab heute hoffentlich wieder öfter.