Depressionen sind keine Kleinigkeit

von zahlenzauberin

Hallo, da bin ich wieder.

Heute mittag gab es bei Deutschlandradio Kultur einen wirklich interessanten Beitrag zu Alternativen zur Chemotherapie bei Brustkrebs. Sauer aufgestossen ist mir allerdings folgender Satz aus dem Interview mit Ulrike Nitz vom Brustzentrum Niederrhein:

Insgesamt ist die Antihormontherapie besser verträglich, denn sie hat vergleichsweise geringe Nebenwirkungen: Wechseljahr- und Gelenkbeschwerden, Blutungen, Depressionen. Eine Chemotherapie dagegen verursacht massive Beschwerden:

Jedes mal wenn ich solche oder ähnliche Sätze höre zucke ich innerlich zusammen, da sagt mir mal wieder jemand das ich mich nicht so anstellen soll, schlechte Tage hat schließlich jede mal. Eine Depression ist aber nicht einfach wie ein paar schlechte Tage, sie kann Monate oder gar Jahre dauern, das Leben zur Hölle auf Erden machen und sogar tödlich enden.

Ich finde es schade das ich immer wieder erklären muss das ich krank bin und nicht simuliere. Dass ich das eine mal als ich meine Medikamente vergessen habe ich das Gefühl hatte Wackersteine in Kopf und Bauch zu haben die mir die einfachsten Tätigkeiten zu einer unschaffbaren Mammutaufgabe werden lassen. Das dieses Gefühl und das Gefühl der Welt am besten zu dienen, in dem ich meinem Leben ein Ende mache, jahrelang meinen Alltag bestimmten. Das ich verdammtes Glück gehabt habe dass ich überhaupt noch lebe.